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Judith Schalansky liest aus ihrem Roman: Der Hals der Giraffe

Sehen Sie „Judith Schalansky liest aus ihrem Roman: Der Hals der Giraffe“ im Savoy Bordesholm

Karten gibt es im Buchladen Köstlin, Restkarten ggf. an der Abendkasse


Di, 27. Mär., 20:00 Uhr

Nach dem gefeierten "Atlas der abgelegenen Inseln" schreibt Judith Schalansky einen Roman. Darin kämpft eine Biologielehrerin für die Einhaltung der Naturgesetze, verrenkt sich den Hals nach unerreichbaren Früchten und fällt am Ende vom Glauben an Gott Darwin ab. Schauplatz der Geschichte ist eine der irrwitzigsten Anstalten dieser Welt: die Schule.

Eine Veranstaltung des Buchladens Köstlin

Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. Daß ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – in der schrumpfenden Kreisstadt im vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern. Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat, züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9. Klasse entwickelt, die über die übliche Haßliebe für die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Pressestimmen:

»Judith Schalansky hat einen originellen, eigensinnigen und hellwachen Roman geschrieben, mit dem sie sich an die Spitze der literarischen Evolution setzt.«
Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein Kunststück - für die bundesdeutsche Literatur seit 1989 - von geradezu historischen Dimensionen gelang Judith Schalansky mit Der Hals der Giraffe - der erste in Ostdeutschland spielende Roman, der fast völlig ohne die üblichen, wie aus dem Gruselkabinett des Kalten Krieges am Checkpoint Charlie ausgeborgt wirkenden, DDR-Versatzstücke auskommt. Dass sie damit nicht nur bei der Kritik, sondern auch bei den Lesern viel Erfolg hatte, zeigt: Auch wer literarisch mehr riskiert als die bloße Erfüllung von Erwartungshaltungen, kann es auf die Bestsellerliste bringen.«
Sebastian Hammelehle, Spiegel.de

   


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