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Filmübersicht

 

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Schloss aus Glas

Sehen Sie „Schloss aus Glas“ im Savoy Bordesholm

Sa, 25. Nov., 20:30 Uhr
So, 26. Nov., 20:00 Uhr
Mo, 27. Nov., 20:00 Uhr

6 €, ermäßigt 4,50 €

USA 2017
Regie: Destin Daniel Cretton
Darsteller: Elle Fanning, Woody Harrelson, Brie Larson
Länge: 128 Minuten • FSK: ab 12

Als Kind bekommt Jeannette Walls (Chandler Head, später: Ella Anderson) von ihrem Vater Rex (Woody Harrelson) jede Menge abenteuerlicher Geschichten erzählt, etwa davon, wie sie gemeinsam auf die Jagd nach Dämonen gehen, wie er ihr die Sterne vom Himmel holt oder wie er ihr ein Schloss aus Glas baut.

Diese Geschichten entschädigen sie dafür, dass sie oft hungrig ins Bett muss, dass ihre exzentrische Künstlermutter Rose Mary (Naomi Watts) eine Egomanin ist und die Familie auf der Flucht vor Gläubigern oft überstürzt den Wohnort wechselt, und sorgen dafür, dass Jeanette trotz aller Armut ein glückliches Kind ist. Irgendwann aber wird die Armut zu drückend, als dass sich Jeanette noch von den Erzählungen ihres alkoholkranken Vaters ablenken lässt. Die Lügen der Eltern brechen zusammen. Auch als erwachsene Frau leidet Jeanette (jetzt: Brie Larson), die mittlerweile eine erfolgreiche Kolumnistin geworden ist, noch immer unter ihrer schwierigen Kindheit. Als sie eines Tages zufällig ihre Eltern wiedersieht, während diese in Mülltonnen nach Essen suchen, beschließt sie, den Kontakt zu ihnen wiederaufzunehmen...

 


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Die SĂĽnderin

Sehen Sie „Die SĂĽnderin“ im Savoy Bordesholm

Di, 28. Nov., 20:00 Uhr

6 €, ermäßigt 4,50 €

Deutschland 1951
Regie: Willi Forst
Darsteller: Hildegard Knef, Gustav Fröhlich, Robert Meyn, Anne Bruck
Länge: 100 Minuten • FSK: ab 12

Kein Nachkriegsfilm spiegelte in den Reaktionen besser die Bigotterie des damaligen Deutschland wider. Katholische Geistliche sabotierten Kinovorstellungen mit Stinkbomben, und der Kölner Kardinal Frings geißelte das Drama als „Zersetzung sittlicher Begriffe“.

Marina (Hildegard Knef) schwebt im Siebten Himmel. Die Ex-Prostituierte hat sich in den Maler Alexander (Gustav Fröhlich) verliebt. Doch dann ziehen dunkle Wolken auf: Der Künstler droht zu erblinden. Um Geld für die rettende Operation aufzutreiben, nimmt Marina ihren alten Beruf auf...

Wegen seiner Geschichte und einer Nacktszene wurde „Die Sünderin" zum größten Skandal des deutschen Films. Heftige Schnitte wurden verlangt, aber der Film kam ungekürzt heraus. Über vier Millionen Zuschauer strömten in die Kinos. Und Hildegard Knef war in aller Munde - wenn auch viel gegeifert wurde.

 


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Vorwärts Immer !

Sehen Sie „Vorwärts Immer ! “ im Savoy Bordesholm

Fr, 01. Dez., 20:30 Uhr
Sa, 02. Dez., 20:30 Uhr
So, 03. Dez., 20:00 Uhr

6 €, ermäßigt 4,50 €

Deutschland 2017
Regie: Franziska Meletzky
Darsteller: Jörg Schüttauf, Josefine Preuß, Jacob Matschenz
Länge: 98 Minuten • FSK: ab 12

1989, Ost-Berlin: Anne (Josefine Preuß) will sich für ihre illegale Ausreise aus der DDR einen gefälschten Westpass besorgen und reist dafür mit dem rebellischen August (Jacob Matschenz) zur Montagsdemonstration nach Leipzig.

Sie tut das gegen den Willen ihres Vaters Otto Wolf (Jörg Schüttauf), einem berühmten DDR-Staatsschauspieler und begnadeten Honecker-Imitator. Der erfährt zufällig, dass ausgerechnet beim nächsten Aufmarsch Panzer gegen die Demonstranten eingesetzt werden sollen. Als Honecker verkleidet schmuggelt er sich ins Zentralkomitee und will den Schießbefehl zurücknehmen, doch durch unglückliche Umstände landet er in Wandlitz bei Margot Honecker (Hedi Kriegeskotte), vor der er sich nun weiter als ihr Mann ausgeben muss. Jetzt braucht Otto die Hilfe seiner Schauspiel-Kollegen, um mit heiler Haut aus dem Schlamassel rauszukommen…

 


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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Sehen Sie „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ im Savoy Bordesholm

Mo, 04. Dez., 20:00 Uhr

6 €, ermäßigt 4,50 €

Deutschland 1975
Regie: Volker Schlöndorff, Magarethe von Trotta
Darsteller: Angela Winkler, Mario Adorf, JĂĽrgen Prochnow
Länge: 105 Minuten • FSK: ab 16

Rheinische Fröhlichkeit. Es wird getrunken. Es ist kalt. Aber niemand vertreibt die Kälte. Der Alkohol nicht, die karnevalistischen Frohnaturen nicht. Im Gegenteil, es wird kälter und kälter. Wie ein Strick schnürt sich die Kälte um den Hals. Es gefriert in Deutschland. Ein Gespenst geht um in Deutschland, nein, nicht das, was Karl Marx damit meinte.

Die naive und bisweilen groteske Lächerlichkeit einer radikalen Linken hat nichts mit einem Gespenst gemein, kein Horror, nicht einmal ein kleiner Schrecken dieser Möchtegernrevolutionäre durchstreift die Republik. Etwas anderes durchstreift Deutschland. Das Wort vom „Sympathisanten“ geht um. Endlich kann die zur medialen Unternehmermacht gekommene Presse beweisen, was Pressefreiheit wirklich bedeutet. Nicht nur die Millionen Exemplare aus dem Hause Springer haben zur Jagd geblasen: auf alle, die in den Verdacht gerückt werden, mit Baader, Meinhof und den anderen zu „sympathisieren“. „Sympathisant“ und „Intellektuelle“ werden zu bedeutungsgleichen Begriffen erkoren. Heinrich Böll, einer, den insbesondere die Springer-Presse in den Dunstkreis des „Sympathisantensumpfs“ stellte, reagierte – kurz nach Eröffnung des Baader-Meinhof-Prozesses – mit einem Roman, der zunächst im „Spiegel“ veröffentlicht wurde. Ein Jahr später nahmen sich Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta des Stoffes an und adaptierten – in enger Zusammenarbeit mit Böll – den Stoff für’s Kino.

   


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Geständnis unter vier Augen

Sehen Sie „Geständnis unter vier Augen“ im Savoy Bordesholm

Di, 12. Dez., 20:00 Uhr

Eintritt: 6.–€; erm. 4,50 €

Deutschland 1954
Regie: André Michel
Darsteller: Hildegard Knef, Ivan Desny, Carl Raddatz, Werner Hinz, Franz Schafheitlin u.a.
Länge: 94 Minuten • FSK: ab 12

Das schnörkellos inszenierte Krimidrama mit einer
überzeugenden Hildegard Knef in der Hauptrolle lief auch unter dem Titel „Treffpunkt Kanalstraße“. Der an vielen Originalschauplätzen in Hamburg gedrehte Film gehört zu de eher unbekannteren Knef-Werken, ist aber eine echte Wiederentdeckung.

Die erfolgreiche Journalistin Hilde (Knef) spĂĽrt einem FamilienschmuckstĂĽck nach, verliebt sich in den charmanten Unternehmer Marmara, doch ihr GlĂĽck wird von einem schrecklichen Verdacht ĂĽberschattet...

Die selbst für damalige Verhältnisse eher umsichtige Spannungs-Dramaturgie zeigt, dass es Regisseur Michel weniger um die Krimihandlung als das emotionale Drama ging. Der Film gehört zu den längst in Vergessenheit geratenen Werken des deutschen Nachkriegskinos. Doch allein die erstklassigen Schauspieler, allen voran Hildegard Knef, und die atmosphärischen Hamburg-Bilder lohnen die Wiederentdeckung.

   


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Das grĂĽne Gold

Sehen Sie „Das grĂĽne Gold“ im Savoy Bordesholm

Do, 14. Dez., 20:00 Uhr

6 €, ermäßigt 4,50 €

Schweden , Deutschland, Finnland 2017
Regie: Joakim Denner
Darsteller:
Länge: 84 Minuten • FSK: ohne

Fruchtbares Ackerland wird immer knapper, weil die wachsende Zahl von Menschen auf der Erde ernährt werden muss – kein Wunder also, dass das Geschäft mit dem „grünen Gold“ immer profitabler wird.

Die Auswirkungen des Ansturms auf Ackerland bekommen jedoch hauptsächlich die Menschen in den Entwicklungsländern zu spüren, wie Dokumentarfilmer Joakim Demmer in „Das grüne Gold“ zeigt. In Äthiopien etwa sind Lebensmittel knapp, in der Folge kommt es immer wieder zu Hungersnöten, was jedoch auch daran liegt, dass die Regierung viele Millionen Hektar Land an ausländische Unternehmen verpachtet hat, um an den Exporten mitzuverdienen. Noch schwerwiegender ist jedoch die Tatsache, dass viele Bauern ihr Ackerland nicht freiwillig abgegeben haben, sondern mit brutalen Mitteln von ihren Höfen vertrieben wurden und dass Aktivisten wie der junge Argaw unterdrückt werden…

 


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Ausstellung: KINO PLAKAT KUNST

Sehen Sie „Ausstellung: KINO PLAKAT KUNST“ im Savoy Bordesholm

Demnächst im Savoy

Die Ausstellung ist seit dem 11.11. zu besichtigen • 0
Regie:
Darsteller:
Länge: 0 Minuten • FSK:

Plakate gehören ins Kino wie die Leinwand und der Projektor. Doch ihre Bedeutung geht über den eigentlichen werblichen Nutzen weit hinaus: Sie sind begehrte Sammlerobjekte, Erinnerungsstücke an besondere Kinoerlebnisse und in einigen Fällen sogar richtige Kunstwerke.

Gerade als Plakate noch in echter Handarbeit in gezeichneter Form gefertigt wurden, entstanden exzellente Starporträts, spannende Symbolplakate oder typografische Plakate, die immer auch ein Spiegel der Moden ihrer Zeit waren. Zahlreiche Werke bekamen gar einen ikonografischen Wert.

Der Kinoverein macht nun den Aufgang und die ehemalige Empore des Savoy zur Galerie und zeigt aus seiner Sammlung deutsche Originalplakate der 50er bis 80er Jahre. Dazu (aus Platzmangel) zahlreiche weitere A3-Nachdrucke, zur besseren Verortung der Expoate in ihrer Entstehungszeit, und Textplakate mit Informationen zum ästhetischen und technischen Wandel der Jahrzehnte und kurzen Porträts einiger herausragender Vertreter unter den Filmplakatgrafikern wie zum Beispiel Hans Otto Wendt, Klaus Dill oder Renato Casaro.

Die Ausstellung ist ab sofort während der Öffnungszeiten des Kinos zu besichtigen.

Der Eintritt ist frei und nicht zwingend an den Besuch einer Veranstaltung gebunden.